Einkommensteuererklärung

Ist man steuerpflichtig, muss man eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Dies ist die schriftliche Erklärung eines Steuerpflichtigen über die Verhältnisse des Einkommens.

Daraufhin wird die Einkommensteuer festgelegt.

Abgegeben werden kann eine Steuererklärung vom Steuerberater oder von Steuerpflichtigen selbst gegenüber dem Finanzamt.

Hier wird sie geprüft, die Einkommensteuer festgelegt, der Solidaritätszuschlag berechnet, und gegebenenfalls auch Kirchensteuer abgeführt und mit einem Steuerbescheid festgesetzt.

Wenn mehr Steuern gezahlt worden sind, wird der Differenzbetrag danach ausgewiesen und erstattet.

Vordrucke und Anlagen bei der Steuererklärung

Abgegeben werden muss diese auf amtlichen Formularen.

Diese können entweder beim Finanzamt besorgt werden, oder auch online heruntergeladen werden.

Mit dem Programm Elster kann die Erklärung auch online übertragen werden.

Die Erklärung besteht aus diversen Bereichen wie:

Angaben zur Person.

Angaben der Sonderausgaben.

Angaben der außergewöhnlichen Belastungen.

Vereinfachte Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer.

Anlage für Altersvorsorgebeiträge.

Einnahmenüberschussrechnung / Gewinnermittlung.

Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

Einkünfte aus Kapitalvermögen.

Einkünfte aus Arbeit.

Sonstige Einkünfte.

Einkünfte aus selbständiger Arbeit.

Unterhaltsleistungen, an Kinder oder ehemalige Lebensgefährten.

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Bescheinigung über die vermögenswirksamen Leistungen.

Belege, wie Bescheinigungen, Quittungen, oder Nachweise.

Wenn die Steuererklärung mit einem Computer oder einer Software erstellt worden ist, müssen die ausgedruckten Formulare identisch mit den amtlichen Formularen sein.

Nach einer elektronischen Authentifizierung ist auch die papierlose Abgabe über das Programm Elster möglich.

Abgabepflicht

Die Pflicht zur Abgabe ist in diversen Paragraphen geregelt.

In beispielsweise folgenden Fällen ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben:

Einkünften von mehr als 410 €.

Bei der Lohnsteuerklasse sechs.

Wenn Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eingetragen sind.

Behindertenpauschbetrag.

Sonderzahlungen bei einem Arbeitgeber.

Werbungskosten

Gewisse Kosten mindern die persönliche Steuerlast.

Im Sinne jedes Steuerpflichtigen ist es, die eigene Steuerlast zu reduzieren, dies kann durch ein Steuerberater geschehen, der beispielsweise Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung angibt.

Hierbei kann dazu zählen:

Kosten bei einer doppelten Haushaltsführung.

Kosten, die im Zuge einer Bewerbung einstehen.

Kosten für Dienstbekleidung.

Kosten für Arbeitsmittel wie Fachliteratur oder Bürobedarf.

Kosten für ein Arbeitszimmer.

Prozesskosten.

Fortbildungskosten.

Kontoführungskosten, sobald diese erhoben werden.

Internetkosten werden, wenn beruflich genutzt, auch abgesetzt, maximal 20 € pro Monat.

Fahrten zwischen der eigenen Wohnung und dem Arbeitgeber, Entfernungspauschale.

Aber auch, wenn man Objekte vermietet, und hierbei zum Beispiel Schuldzinsen entstehen, sind diese absetzbar auf der Einkommensteuererklärung.

Werbungskosten müssen generell belegt werden, hierbei genügen Rechnungen, Quittungen, oder auch ein Fahrtenbuch,  bei wenigen Ausnahmen ist aber auch die Geltendmachung ohn Belege möglich.

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